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Wewelsburg / Ottens Hof

Die einzige Dreiecksburg Deutschlands war in der Ära des III. Reichs eine SS-Ordensburg. Nach Plänen des "Reichsführer SS" Heinrich Himmler sollte eine Schulungsstätte für höhere SS-Führer entstehen - desweiteren sollten jährliche Gruppenführer-Tagungen stattfinden, Wappen der Gruppenführer aufgehängt sowie die Totenkopfringe verstorbener Ringträger aufbewahrt werden.

Verschiedene Umbaumassnahmen zur SS-Ordensburg wurden unter Leitung des Architekten Hermann Bartels vorgenommen. Am Burgvorplatz entstanden SS-Verwaltungsgebäude - im Dorf Wewelsburg die Villa  des Architekten Hermann Bartels, sowie verschiedene Wohnhäuser für SS-Personal. Geplante aber nicht umgesetzte Baumassnahmen sahen eine Umsiedlung der Bevölkerung vor - im Dreiviertelkreis sollte im Radius von über 600m um die Wewelsburg eine neue Burganlage entstehen.

Die Bauarbeiten an der Wewelsburg wurden ab 1939 von Häftlingen des eigens errichteten KZ Wewelsburg ausgeführt - das KZ war ein Aussenlager des KZ Sachsenhausen bei Berlin. Ab 1941 wurde das Arbeitslager Wewelsburg nach mehreren Standortwechseln zum "Hauptlager KZ Niederhagen" umbenannt und dem Konzentrationslager Buchenwald unterstellt.

Gegen Ende des Krieges im März 1945 erfolgte durch Heinrich Himmler der Befehl zur Sprengung der Burg. Die Wewelsburg und einige angrenzende Gebäude wurden vollständig zerstört.

Nach dem Krieg wurde die Wewelsburg wieder aufgebaut und beherbergt heute eine Jugendherberge sowie ein Museum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Krypta

 

 

Krypta

 

 

Obergruppenführersaal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schiesstand

 

 

Schiesstand

 

 

Schiesstand

 

 

Schiesstand

 

 

 

 

 

Ottens Hof

Der "Ottens Hof" befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Burg. Während des Umbaus der Wewelsburg zur SS-Ordensburg wurde ein Ersatz für den in der Burg befindlichen Versammlungssaal gesucht. Von Ende 1935 bis Frühjahr 1937 wurde das "Dorfgemeinschaftshaus" vom Reichsarbeitsdienst sowie ansässigen Handwerkern und Vereinen fertiggestellt und an die Bürger übergeben. Das Haus überstand den Krieg unzerstört - seit 1977 steht das Gebäude unter Denkmalschutz und wurde von der Familie Wiegand erworben und renoviert. Ohne Eingriffe in die Bausubstanz wird das Haus als Restaurant betrieben.

Im Juli 1997 zerstörte ein Grossfeuer die obere Etage - nach Wiederherstellung beherbergt das Haus seit 1998 weiterhin bis Heute einen einzigartigen und gediegenen deutschen Landgasthof.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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