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Junkers Motorenwerke / Deckname Malachit

Im April 1944 wurde mit der Auffahrung der auf 72000m2 geplanten unterirdischen Rüstungsanlage Malachit  in den Thekenbergen bei Halberstadt begonnen. Vorgesehen war die Fertigung von Turbinenteilen durch die Junkers Motorenwerke Dessau. Zum Ausbau der Anlage wurden unter fachlicher Leitung der "Erzbergbau Salzgitter GmbH" Häftlinge des Lagers Langenstein-Zwieberge eingesetzt. Das Lager Langenstein-Zwieberge war ein Außenlager des KZ Buchenwald. Bis zur Einstellung der bergmännischen Arbeiten im April 1945 wurden 67000m2 der Bunker fertig gestellt, wovon 25000m2 bereits für die Produktion genutzt wurden.

Nach 1945 wurden die technischen Anlagen durch die Russen demontiert und als Reparationsleistung in die Sowjetunion verbracht. 1949 wurde die U-Verlagerung Malachit durch das sowjetische Militär punktuell und relativ erfolglos gesprengt.

Von 1976 bis zur Wende wurde die unterirdische Anlage nach umfangreichen Modernisierungen unter der Bezeichnung Komplexlager 12 durch die Nationale Volksarmee der DDR genutzt. Eingelagert waren militärische Ausrüstungsgegenstände, Munition, Lebensmittel sowie Bekleidung.

In einem Teilbereich der Bunkeranlagen sind nach der Währungsunion 1990 620 Mio. Ostmark durch die NVA eingelagert worden. Nach mehreren Einbrüchen und Diebstählen wurde das Geld ausgelagert und in einer Müllverbrennungsanlage vernichtet.

Nach einer kurzen Nutzung als Luftwaffen-Materialdepot 52 der Bundeswehr wurde das Komplexlager 12 1995 an einen Privatmann verkauft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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